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Hausbootferien in Grossbritanien

Diese Seiten sind all denen gewidmet, die der Meinung sind, Schottland könne nur Gespensterschlösser und Whisky anbieten. Es wäre tatsächlich zu schnell gehandelt, dieses merkwürdige Land mit so grob vereinfachten Behauptungen zusammenzufassen.

Natürlich gibt es Schlösser (nur sehr selten mit Gespenstern) und auch Whisky (zu jedem Preis und für jeden Geschmack), aber es gibt noch viel anderes: die wilden Landschaften grenzen an romantische, kristallklare Seen. Der Kaledonische Kanal durchquert Schottland von Osten nach Westen auf ca. 100 Kilometern, von Inverness nach Fort William. Er wurde im 19. Jahrhundert gebaut, um die Nordsee mit dem Atlantik zu verbinden und die gefährlichen Gewässer des Pentland Firth im Norden des Landes zu vermeiden. Heute steht er ausschliesslich den Vergnügungsbooten zur Verfügung. Dieser Wasserweg weist ungefähr zwölf elektrifizierte Schleusen auf, wovon sich zwei Drittel auf einigen der schönsten Seen Schottlands befinden: Loch Dochfour, Loch Lochy, Loch Oich und der berühmte Loch Ness.

Während einer Woche können Sie problemlos diese wunderbare Wasserstrasse vollständig befahren und zudem noch typische Marktflecken und deren historische Reichtümer besichtigen: selbstverständlich Iverness, die Hauptstadt der Highlands, aber auch Drumnadrochit, die Schlossruinen in Urquhart, Fort Augustus und die Sankt Benedikt-Abtei, die Überreste des Schlosses in Invergarry, Banavie und die berühmte Brennerei.

Jedoch sollten nicht nur die wunderschönen Marktflecken an der Wasserstrasse besichtigt werden. Denn diese erstaunliche Fahrt führt durch unberührte Landschaften, die von jeglicher Verschmutzung unserer Epoche verschont sind. Es lohnt sich, während ein paar Stunden das Boot zu verlassen um einen schönen Spaziergang durch diese Gegend zu machen. Die Aussicht von einem Hügel auf die kaledonischen Seen ist ganz einfach herrlich!    Hausbootferien in Grossbritanien
Unser kontinentaler Sinn assimiliert öfters England mit einem Land, wo es ständig regnet, täglich Nebel hat und wo «Gastronomie» ein unbekanntes Wort ist. Aber lassen wir einmal das Mittelmeer als Mass aller Dinge beiseite, so müssen wir unser Vorurteil unweigerlich revidieren. Die englische Landschaft, wo wir Ihnen Bootsfahrten vorschlagen, ist vollständig anders als das England, das wir gerne kritisieren: nicht nur durch sein Klima, das schliesslich milder ist als bei uns in der Schweiz und in Zentraleuropa, sondern besonders durch den immer sehr warmherzigen Empfang. Die Pubs in den Norfolk Broads haben zugegebenermassen mit einem französischen Bistro wenig gemeinsam, aber ihre Atmosphäre muss man erlebt haben.

Die Norfolk Broads sind ein allen Liebhabern der Flussschifffahrt bestens bekanntes Gebiet. Sechs Flüsse und ein Dutzend ruhige Seen (broads) bilden ein schiffbares Netz von 320 km Länge, welches den Urlaubern offen steht. Für Anfänger bestens geeignet, da keine Schleusen zu überwinden sind. Ein natürliches Paradies, das jedem etwas zu bieten hat. Die Landschaft ist leicht hügelig und die uralten Eichen scheinen schützend über dem Flusslauf zu stehen; überall findet man eine üppige Vegetation, einmal wild, dann wieder gebändigt, wie es nur die Engländer machen können; die allgegenwärtigen Hecken zerlegen den Horizont in ein unregelmässiges Schachbrett und von Zeit zu Zeit kommt man an einem Herrensitz oder einer Windmühle vorbei.

Zahlreiche Vögel nisten in den Norfolk Broads: täglich kann man Reiher im Fluge beobachten und nach einigen Tagen werden für Sie auch die Enten, die Wildgänse, die Schwäne oder die Eisvögel nichts Aussergewöhnliches mehr sein. Die kleinen, niedlichen Dörfer haben etwas gemeinsam: ihren englischen Charme; die gepflegten Häuser spiegeln sich im Wasser wie in einem Spiegel. Ausserdem, oh Wunder der englischen Disziplin: die Norfolk Broads sind so sauber, dass man ohne weiteres darin baden kann!